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a) Kindheit

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  1. 1. Elternhaus
    1. 1.1 Eltern
    2. 1.2 Geschwister
    3. 1.3 Grosseltern
  2. 2. Kindheit

1.  Elternhaus

Niederbüren Staatsstrasse 18 1945...62


Elternhaus

Niederbüren

Ich verbrachte meine Kindheit und einen Teil meiner Jugend (Primar- und Sekundarschulzeit) im Elternhaus an der Staatsstrasse 18 in Niederbüren zusammen mit meiner Schwester Margrit, meinem Bruder Hermann und später mit Franz.
Es war teils eine unbeschwerte Zeit mit Jugenfreunden und Grosseltern, andernteils beschwerlich mit meinen Eltern: der Vater war alkoholsüchtig. Infolge der entstehenden wirtschaftlichen Notlagen machte meine Mutter Heimarbeit als Näherin und Fabrikarbeit als Zettlerin im Sornthal oder in Bischofszell.

1.1  Eltern

Mutter

Mini Mueter isch im Urnerland gebohre ond hätt eri Chinderziit uf emene Bergheimet vebrocht.



Geburtshaus Peter Huser



Ida Huser

Schönenberg 1925

D'Familie isch denn wäg der Armuet is Onderland zoge, uf Schöneberg im Thurgau. Dött hätts i de Sidewäberei Arbet för d' Grossmueter ond eri Töchtere geh ond för min Grossvater als Gramper bi dr Isebahn.


Jungfamilie Forster

Ida & Hermann

1943 heiratete sie meinen Vater Hermann Forster und zog mit ihm nach Oberbüren und gebar ihm zunächst drei Kinder: Peter, Margrit und Hermann.

Später zog die Familie nach Niederbüren wo mein Vater als Möbelschreiner in der kleinen Möbelfabrik arbeitete und langsam alkoholabhängig wurde.


Heuen

Rollieren

Rollierstock

Eine Folge davon war Geldnot und meine Mutter half den Bauern beim Heuen, nähte, rollierte in Heimarbeit Seidentücher und nahm schliesslich Arbeit in der Weberei Sorntal (heute Textilmuseum) als Zettlerin an.


Weberei Sorntal

Zettelmaschine

Sie arbeitete in der Nachmittagsschicht (14:00 - 22:00) und fuhr stets mit dem Fahrrad zur Fabrik, da kein anderes Verkehrsmittel verfügbar war.


Arbeitsweg

Nach der Schule und abends war ich als Aeltester für die Aufsicht der Geschwister und das Abendessen verantwortlich.


Ein anderer Beitrag zur Familienversorgung war ihr grosser Gemüsegarten, wo sie Kartoffeln, Kohl, Bohnen, Gurken, Beeren, Holunder, Quitten, Lattichsalat ... zog. Im Herbst war stets grosse Arbeit mit dem Einmachen, Einlagern und Konservieren des Wintervorrates verbunden. Die Kohlköpfe wurden z.B. umgekehrt in eine Furche im Garten eingelegt und mit Erde bedeckt (nur die Strünke waren oberirdisch, damit man sie bei Bedarf leicht herausziehen konnte).


Schwizerörgeli

Ganz in der Tradition der Huser-Familie war sie sehr musikalisch, jodelte ausgezeichnet und spielte das Schwizerörgeli während sie am Wochenende stundenlang mit uns Volkslieder sang.

Vater


Zuckenriet

Hermann Arthur Forster

Mein Vater Hermann Arthur ist in Zuckenriet geboren als Kind von Frieda und Gallus Forster-Fisch. Er verbrachte dort seine Kindheit und Schulzeit und wurde dann als Hilfsarbeiter bei der Landwirtschaftsmaschinenfabrik Agrar in Wil eingestellt.


AGRAR Landmaschinen, Wil

Zum Zeitvertreib bestritt er in der Jugend Velorennen und benutzte das Fahrrad auch um zur Arbeit zu fahren (10km).
Er leistete zwischen 1939 und 1945 Aktivdienst als Radfahrer in der Schweizer Armee.


Ordonnanzrad

St.Luzisteig

Radfahrkompanie



Er sass in der armeeeigenen Festung St. Luzisteig einige Monate als Sträfling ein, weil er im Wachdienst auf einen verhassten Leutnant geschossen hatte, der angeblich nach Aufforderung die Parole nicht sagte.


Oberbüren

Gegen Ende des Aktivdienstes (1943) heiratete er Ida Huser. Sie nahmen Wohnsitz in Oberbüren, wo ich am 13.Jan.1945 geboren wurde, meine Schwester Margrit zwei Jahre später und mein Bruder Hermann vier Jahre danach.


ehem. Möbelfabrik

1947 bekam er Arbeit in der Möbelfabrik in Niederbüren, einem Aussenposten der Möbelfabriken AG Henau.
Nach einiger Zeit wurde ihm die Oberfräse anvertraut, worauf er sehr stolz war.

1.2  Geschwister

Ich hatte drei Geschwister, Margrit, Hermann und Franz den Nachzügler der fünfzehn Jahre jünger ist als ich.

Margrit


Margrit mit Kusine Vroni

Meine Schwester Margrit ist zwei Jahre jünger als ich. Als Kinder stritten und prügelten wir uns häufig häufig (ich war der Aelteste, sie "nur" ein Mädchen aber mit ausgeprägtem Selbsterhaltungswillen).

Nach der Schulzeit wollte sie ihren Wunsch nach Sprachlernen erfüllen und fand eine Stelle als AuPair im Welschland. Als Mama das erfuhr, sabotierte sie den Plan.
Stattdessen wurde sie wurde dazu verknurrt, die todkranke Grossmutter Forster zu pflegen und ihren Haushalt in Zuckenriet zu führen. Sie tat es mit Zorn gegen die Mutter und mit Hingabe gegen die Grossmutter bis zu deren Tod zwei Jahre später.

Sie wollte nun Krankenschwester werden. Nach einem Praktikumsjahr im Kantonsspital St. Gallen bekam sie schliesslich eine Lehrstelle als Psychiatrieschwester in Wil.
Mit Bravour absolvierte sie die Lehre und machte anschliessend Karriere als Psychiatriepflegerin bis zur Oberschwester.


Sie heiratete einen ungarischen Flüchtling, hiess nun Karsay und gebar ihm eine Tochter. Aber die Beziehung war unglücklich und das Ehepaar trennte sich nach wenigen Jahren.
Sie übernahm die Leitung eines Altersheims und führte es einige Jahre mit Erfolg bis sie es leid war, für den Rest ihres Lebens andere Menschen zu pflegen.

Deshalb trat sie mit ... Jahren eine Lehrstelle als Vergolderin an, schloss sie ab und arbeitete anschliessend bei ihrem Lehrmeister.


Margrit Karsay

Nach der Betriebsschliessung der Vergolderei wurde sie angefragt, die Leitung der SPITEX Oberuzwil, Lütisburg und Jonschwil-Schwarzenbach zu übernehmen, was sie bis zu ihrer Pensionierung auch tat.

Sie ist natürlich auch nach der Pensionierung noch tätig: ... Nachdem Margrit Karsay sich bereit erklärt hat, die Betreuung der Asylbewerber weiterzuführen, hat sie der Jonschwiler Gemeinderat als Teilzeitmitarbeiterin für diese Aufgabe gewählt.


Hermann

Als Kind und Jugendlicher war er sehr lebhaft, an allen praktischen Tätigkeiten interessiert, hasste die Schule und hatte viele Freunde - alles ganz im Gegensatz zu mir. Als Aeltester und weil Vater und Mutter häufig abwesend waren kujonierte ich ihn oft in der Vorstellung, sein "Ersatz-Erzieher" zu sein. Er wehrte sich so gut er konnte dagegen.


Hermann machte eine Lehre, arbeitete anschliessend als Koch, heiratete und hatte zwei Kinder.


Des Kochens leid, machte er eine Ausbildung als Grenzwächter, Taucher und Hundeführer und war für einige Jahre als Grenzwächter, Hundeführer und Sicherheits - Flugbegleiter tätig.
Anschliessend übernahm er ein Speiserestaurant im Rheintal und lebte dort mit seiner Familie für einige Jahre.

Aufgrund eines für ihn traumatischen Erlebnisses trennte er sich von seiner Familie und heuerte in Afrika als Söldner an. Als seine Truppe aufgerieben wurde, schlug er sich nach Südafrika durch, wo er ein Handelsschiff in die Vereinigten Staaten nehmen konnte.

In den USA arbeitete er als Koch und war nach einigen Jahren Chefkoch eines grossen Hotels. Dort lernte er Nelly, seine zweite Ehefrau und Immobilienmaklerin kennen. Sie überredete ihn schliesslich mit ihr nach Florida zu ziehen und von seinen Hobbys: Bauarbeiten, Tauchen und Kochen zu leben. Er restaurierte also Häuser für seine Immobiliemakler - Frau, gründete und leitete eine Tauchschule und organisierte einen Westernwagen mit TakeAway - Imbiss für die Touristen.

Nelly und Hermann machten Geld, kauften sich neben ihrem Haus in Florida ein Chalet im Wallis und Hermann einen kleinen See mit Wald in Kanada und baute sich dort ein Blockhaus für Ferien in der Wildnis. Dort starb er unerwartet an einem Herzinfarkt.

Franz

Mein Bruder Franz war ein Nachzügler. Als er geboren wurde war ich fünfzehn. An seine Geburt erinnere ich mich nicht, wohl aber an die früheste Kindheit, als ich ihn zuweilen im Kinderwagen spazieren fuhr.

Gleichungssystem mit zwei Variablen auflösen:
| 6x+12y=30 | => |-12y => 6x=30-12y |:6 => x=5-2y
| 3x+3y=9 |
=> 3(5-2y)+3y=9 => 15-6y+3y=15-3y=9 |:3 => 5-y=3
=> y=5-3=2

Als er etwa sechs war, wollte er von mir Algebra lernen. Er nahm es als Spiel und war sehr ausdauernd. Ein Jahr später konnte er lineare Gleichungsysteme mit zwei Unbekannten lösen.


Während der neunjährigen Schulzeit widmete er sich ausser den Naturwissenschaften und der Technik vor allem einem alten Tischklavier. Er begeisterte sich für J.S. Bach, legte sich im Lauf der Jahre eine Musikbibliothek und eine grosse Plattensammlung an und war mit sechzehn ein ordentlicher Bach - Interpret.


Franz Forster

Nach der Schulzeit plagte ihn die Entscheidung ob er Musik oder Elektronik studieren sollte. Er machte und bestand beide Aufnahmeprüfungen, verkaufte sein Klavier und widmete sich fortan der Elektronik / Informatik.
Einige Jahre später gründete er mit einem Kollegen eine Firma zur Entwicklung von Geräten der Hochleistungselektronik, hatte Erfolg damit und verkaufte sie am Ende (vor wenigen Jahren) an ein chinesisches Unternehmen.

1.3  Grosseltern

Forster

Zuckenriet


St.Galler Stickerei

Schifflistickmaschine

Mein Grossvater war Schifflisticker. Er besass eine sehr grosse Stickmaschine, die im Anbau seines Hauses untergebracht war. So stand er täglich von morgens bis abends an seiner Stickmaschine und setzte mit dem Pantografen von der Schablone exakt Stich auf Stich.


Schifflisticken

Eine junge Frau aus dem Dorf fädelte gerissene Fäden wieder ein, füllte die Schiffchen mit neuen Spulen und ersetzte sie und die Garnspulen bei Bedarf.
Etwa einmal im Monat fuhr er an die Textilbörse nach St. Gallen um sich Aufträge zu besorgen. Der Auftraggeber lieferte den Stoff, die Fadenspulen, die Schifflispulen und die Papierschablone mit dem Muster für den Pantografen per Post.


Frieda Forster

Dorfhebamme

|
Meine Grossmutter war Dorfhebamme und Gemeindeschwester. Ihr ehemaliger Dienstherr auf einem Thurgauer Schloss hatte ihr die Ausbildung ermöglicht.
So war sie stets auf Abruf bereit, neben ihrer sechsköpfigen Familie die Wöchnerinnen und andere Hilfsbedürftige in der Umgebung zu betreuen.
Da die Höfe weit zerstreut lagen machte sie die Besuche mit dem Fahrrad, was in dunklen Winternächten besonders beschwerlich gewesen sein muss.

Sie verfügte über ein umfangreiches Wissen in der Volksmedizin.

Ereignisse

Grosseltern Forster in Zuckenriet

  • Traktorunfall: Ferien Grosseltern Forster, Nachbar Landwirt Traktor, Trittbrett hinten sitzend, heruntergefallen, Rückwärtsgang, Kopf nahe Hinterreifen, Schrei, stop, Kopfverletzung hinten rechts, Erstversorgung Grossmutter (Dorfhebamme), Bettruhe (Uebelkeit).
  • Fädlerin helfen
  • Grossmutter zur Hand gehen



Als ich vier oder fünf Jahre alt war vergnügte ich mich, auf dem Trittbrett des Traktors des Nachbarn mitzufahren. Bei einem Manöver im Rückwärtsgang fiel ich vom Trittbrett und schrie. Der Bauer stoppte sofort. Aber das Hinterrad hatte bereits meinen Hinterkopf erfasst.
Meine Grossmutter Forster verarztete mich und ich musste einige Tage das Bett hüten mit Erbrechen und Kopfweh.

Huser

Schönenberg
Ursprünglich stammen meine Grosseltern aus dem Kanton Uri, wo sie einen kleinen Bergbauernhof bewirtschafteten. Als Zubrot verdienten sie sich als Hausierer mit dem Motorrad und mein Grossvater als Musikant (Klarinette, Schwiizerörgeli) etwas dazu. Als die Zeiten schlechter wurden, zogen sie ins Unterland, nach Schönenberg an der Thur.


Grosseltern Huser

Haus Huser, Schönenberg



Gramper

Seidenweberei


Ereignisse

An die Geburt meines Bruders Hermann erinnere ich mich gut (obwohl ich erst vier Jahre alt war): er wurde im Haus meiner Grosseltern Huser in Schönenberg geboren. Die Familie war in der Küche versammelt und die Erinnerung an die vielen Tücher, das Wasserkochen auf dem Holzherd, die Aufregung und das Warten sind noch immer in lebhafter Erinnerung. Am morgen erwachte ich und sah als erstes ein hell leuchtendes Herz, das in den Fensterladen geschnitten war.
Später sah ich verständnislos ein Bündel mit kleinem Gesicht und winzigen Händen das nun mein Bruder sein sollte.

bei Grosseltern Huser in Schönenberg:

  • Mühle, Weiher, Wasserrad
  • Korber
  • erstes Rauchen mit Kollegen


2.  Kindheit

An die früheste Kindheit habe ich wenige Erinnerungen. Ich spielte mit Holzklötzen die mir mein Vater von der Arbeit mitbrachte, Nägeln, Hammer und Zange und fügte im Frühling und Sommer die hohlen Stengel des Löwenzahns zu langen Wasserleitungen zusammen. Die nachbarlichen Bauernhöfe mit Hühnern, Schweinen, Bienen, Katzen, Kühen, Pferden und all den Gerätschaften, Materialien und Gebäulichkeiten faszinierten mich, später auch Wiesenpflanzen und Obstbäume, Brunnen und Bächlein.

  • Huhn schlachten
  • Grundwasserleitung gelegt
  • Brand "Kreuz"
  • Gemüsegarten
  • Konservierung: Kohl, Bohnen, Früchte, Konfitüren
  • Essen
  • Keller
  • Lesen lernen: sehen und Mutter fragen nach Buchstaben. Zeitungstitel verkehrt gelesen in Dorfbeiz. Erste "Reputation" als Bücherwurm.
  • Einschulung Frl. Wagner. Da ich schon lesen kann, lässt sie mich der Klasse manchmal ein Märchen vorlesen.

Ich war oft in den Ferien bei meinen Grosseltern Forster in Zuckenriet und Huser in Schönenberg.


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